Anders – Besonders – sehr gut 💫

,,Ich gehöre nicht zu den COOLEN aus der Klasse“

,,Ich bin ja kein Matheass“

,, Ich hab doch nur einen Realschulabschluss“

,,Ich habe ja keine Modelmaße“

,,Ich hab ja kein Studium gemacht“ …..

………

und viele viele solcher Sätze und Denkweisen kenne ich sehr sehr gut.

Genau weil ich mich selbst mit solchen Glaubenssätzen immer und immer wieder bremse, teile ich es mit Euch.

Ich möchte Euch zeigen –

ALLE diese Gedanken sind völlig falsch. Ich habe selbst lange lange Zeit geglaubt, dass ich mit meinem Potential nichts erreichen kann. Dass meine Fähigkeiten nicht ausreichen um gesehen zu werden. Immer wieder habe ich mich mit anderen Menschen verglichen, mich herab gestuft und war komplett entmutigt. Auch heute fällt es mir teilweise schwer, meinen Wert wirklich zu benennen und ihn auch da draußen richtig zu präsentieren. Ich arbeite sehr hart an mir und ich arbeite vor allem sehr daran, meine eigene Anerkennung mir selbst gegenüber zu gewinnen.

WARUM machen wir uns kleiner als wir tatsächlich sind?

WAS hat die Gesellschaft mit UNSERER persönlichen Leistung und unserem individuellen Können zutun?

WER sagt oder gibt vor, wann ein Mensch erfolgreich ist oder etwas geschafft hat?

WELCHE Kriterien spielen eine Rolle für Erfolg? Brauche ich dafür ein Studium oder muss ich dafür aussehen wie ein Topmodel?

Ich glaube nicht !!!!

Ich halte all diese Denkweisen und Glaubenssätze für absoluten Schwachsinn.

Jeder Mensch hat seine Fähigkeiten und manche Talente lassen sich eben auch nicht mit Schulnoten ausdrücken. Das habe ich nun endlich auch mal verstanden. Hey, es hat lange gedauert, bis ich es so langsam kapiert habe! Immerhin bin ich schon 30 Jahre alt 😉 Ich bin kein Zahlen / Daten – Fakten Mensch. Ich war und bin nicht der klassische Streber, der immer eine 1 mit * nach Hause gebracht hat. Ich war die kleine lustige Brünette, die in ihrer Freizeit nichts lieber gemacht hat, als kreativ zu sein – zu zeichnen, zu schreiben ….

Leider hat es mir in der Schule ,,erstmal“ nicht besonders geholfen aber das sind Fähigkeiten, die im späteren Berufsleben wirklich essentiell sein können.

Einfühlsamkeit und Soziale Kompetenz.

Organisationstalent und Kreativität.

Ich kenne jetzt nicht wirklich Schulfächer, die diese Kompetenzen dokumentieren oder benoten.

Vielleicht wird sich auch unser Schulsystem dahingehend auch noch einmal revolutionieren. Es wäre schön, wenn auch die ,,Softskills“ gesehen werden und mit in die schulische Bewertung einfließen.

Viele Menschen da draußen, definieren sich über Noten / über Aussehen oder deren Status! Das ist ja alles schön und gut aber es sagt nichts über den Wert eines Menschen aus. Heutzutage wird man aufgrund der Gesellschaft und der Medien förmlich dazu getrieben, zu glauben, dass man nur etwas erreichen kann, wenn man optisch ein Hingucker ist oder in der Schule die Beste war (nur um ein paar Beispiele zu nennen). Auch ich habe mich von äußeren Einflüssen verleiten lassen, oftmals nicht an mich zu glauben. LEIDER!!! Man braucht da draußen schon ein dickes Fell und ein großes Selbstbewusstsein, um nicht mit dem Strom schwimmen zu müssen und um zu sich selbst zu stehen. Dieses dicke Fell musste auch ich mir schmerzvoll erarbeiten und bin heute noch dabei … Ich hatte immer das Gefühl, nicht genug zu sein. Ich hatte immer das Gefühl, es ALLEIN nicht zu etwas zu bringen. Durch den Sprung in viele kalte Gewässer, hätte ich schon lange kapieren müssen, dass ich bis jetzt alles ganz ALLEIN geschafft habe und doch fällt es immer noch schwer.

Man wird einfach immer wieder abgelenkt, von dem was da draußen in der Welt passiert und vorgegeben wird. Man orientiert sich ganz automatisch an dem, was die Maße vorlebt oder was man mal irgendwo aufgeschnappt hat.

Auch der Gedanke einen Partner haben zu müssen ist mir mittlerweile völlig suspekt! Ich dachte auch immer, dass ich mich mal irgendwann zu 100% auf meinen Mann verlasse und dann Haus und Kinder hüte …. ,,Ja ja, so klassisch wurde ich eben erzogen und finde es auch schön

Dieser Gedanke, es nicht allein bzw. auch selbst schaffen zu können, ist meiner Meinung nach jedoch sehr falsch. Im Gegenteil! Ich finde jede Frau, sollte ihren Weg auch mal allein gegangen sein. Selbstständig gelebt haben, Erfahrungen im Arbeitsleben gesammelt haben und unabhängig gewesen sein. Ich finde, nur dadurch, kann man doch erst wissen, was man will und welcher Weg, der Richtige für einen selbst ist.

Mit der Zeit ist mir klar geworden, dass mein Gedanke, unbedingt einen Partner haben zu wollen, nur aufgrund meiner eigenen Unsicherheit entstanden ist. Natürlich ist es schön, die Liebe seines Lebens zu treffen – ,,und ja, ich warte da auch noch drauf ☺️😉“ aber es kann doch nicht der Grund sein, damit man sich SICHER fühlt.

Ich kann mir doch auch selbst eine SICHERHEIT geben oder ?

JA !!! kann ich!!! ♥️

Schaut auf Euer Leben zurück.

Seht, was Ihr alles schon ganz allein erreicht habt und schätzt Euch Wert für die Dinge, die Ihr gut könnt und die Euch auszeichnen.

Nur weil die Mehrheit da draußen alle gleich aussehen – muss das nicht das Ideal sein.

Nur weil die Mehrheit da draußen nach gewissen Kriterien beurteilt – muss das nicht der Maßstab sein.

Nur weil ihr schlechte Erfahrungen gemacht habt – sagt es nicht aus dass es an Euch gelegen hat oder dass Ihr irgendetwas falsch macht.

Nur weil man Eure Fähigkeiten nicht dokumentieren oder anhand von Noten oder Abschlüssen protokollieren kann – heißt es nicht, dass Eure Fähigkeiten nicht wertvoll wären.

GANZ IM GEGENTEIL !!!

Man kann so stolz darauf sein, was man geschaffen hat und man kann ganz besonders stolz auf sich sein, wenn man aus der Maße heraussticht!

Wenn man etwas kann, was die Mehrheit nicht kann oder besser gesagt, nicht können will oder dessen Wert nicht sieht.

Es ist wichtig, für SICH SELBST zu kämpfen. Ich bin überzeugt davon, dass ich mir durch das stetige kämpfen für mich und meine Fähigkeiten, die SICHERHEIT selbst geben kann. Das wünsche ich mir für alle Menschen da draußen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben und vor allem, sollten gerade diese Menschen ganz fest an sich glauben.

Ja, ich will ….💍

heute möchte ich über ein Thema schreiben, welches mich sehr beschäftigt. 😂 Es ist sehr komplex und ich weiß garnicht, wo ich am besten beginnen soll ….

Starten wir doch einfach mal mit sicherlich sehr bekannten Sätzen :

,,im Augenblick kann ich mir keine Beziehung vorstellen“

,,du bist eine tolle Frau aber ich will dich nicht enttäuschen“

,,es liegt nicht an dir, es liegt an mir“

,,ich will dir nicht weh tun“

,,du hast was besseres verdient“

,,ich habe im Moment so viele eigene Baustellen – da kann ich dir garnicht gerecht werden“

……….

und das könnte ich jetzt noch ganz lange weiter fortführen.

Dass das alles sehr schön formulierte Ausreden sind, ist mir klar und ich finde es auch wirklich sehr süß, dass Man(n) sich so große Mühe gibt, uns Frauen nicht ,,zu verletzen“ aber ich glaube, die Wahrheit hätte den selben Effekt, wie solche Ausreden. Also, sollte jetzt zufällig ein Mann diesen Beitrag lesen –> ,,wir wissen, dass es gelogen ist!

Aber darauf möchte ich auch garnicht hinaus. Vielmehr möchte ich einen Schritt vorher beginnen. Bevor solche ,,Ausreden“ genutzt werden, muss etwas anderes passiert sein.

Und da kommen wir direkt zum eigentlichen Thema!

Zu 80% der Fälle, hat die Frau dem Mann ganz klar signalisiert:

,,Hey, ich finde dich toll und ich habe ernsthaftes Interesse an dir!“

Wahrscheinlich hat die Frau sich schon geöffnet und auch schon ein wenig Energie in ihr Gegenüber gelegt. Ganz bestimmt ist die Frau zu diesem Zeitpunkt schon etwas verliebt…..

Ist das schlimm?

JA! Anscheinend ist das schlimm.

Eine Frau, die weiß was sie will, ihre Absichten ganz klar beschreibt und keine Lust auf halbe Sachen hat, löst in vielen Männern vor allem eines aus – PANIK.

Das ist zumindest meine Theorie!

Ich spreche hier nicht von Klammern oder übertriebenem Stalking. Das ist nie gut und auch nicht gesund in einer Partnerschaft.

Ich spreche hier von Frauen, die ganz klar signalisieren, was sie für die Zukunft wollen und was nicht. Die mit ihrer Einstellung und Meinung nicht hinterm Berg halten.

Eigentlich genau das, was ich hier gerade mache 😂😂

Heutzutage will man –

UNVERBINDLICHKEIT & FREIHEIT !

Bloß keine Verantwortung übernehmen. Bloß keine Stellung beziehen. Bloß keine Emotionen oder Gefühle zeigen und um Himmels Willen nicht um irgendetwas oder irgendwen kämpfen! Sobald es ,,anstrengend“ oder ,,tiefergehend“ wird, ergreifen viele Menschen die Flucht. Da spreche ich auch die weibliche Fraktion an. Auch viele Frauen ticken mittlerweile anders. Das Thema was ich hier ansprechen möchte, beziehe ich auf alle Menschen! (Männlein&Weiblein)

Ich zum Beispiel, habe eine sehr konservative Erziehung genossen. (Zum Glück)

Partnerschaft / Verbindlichkeit / Treue / Ehrlichkeit / eine Familie gründen wollen – das ganze Paket, bedeutet mir sehr viel.

Für mich wäre ein Leben ohne EMOTION & LIEBE, nicht lebenswert! Wir Menschen sind keine Einzelgänger! Das liegt nicht in unsrer Natur. Der Mann ist ein ,,Jäger“ – die Frau ,,kümmert“ sich – um jetzt mal ganz früh in der Geschichte anzufangen. Der Jäger im Mann sollte hier auch nicht falsch interpretiert werden. Der Mann geht jagen um seine Familie zu versorgen und um seine Familie zu beschützen. Er übernimmt also ganz klar die Verantwortung für seine Lieben.

Was ich damit sagen möchte – diese Rollenverteilung hat für mich noch einen tieferen Sinn!

Natürlich hat die Welt sich komplett verändert. Die Frauen sind selbstbewusster geworden – sind emanzipiert. Die Welt ist schnelllebiger – digitalisiert und jeder kann sein Leben so leben wie er will.

Das ist alles sicherlich auch gut so aber ich finde, es hat auch viele Werte und innere Einstellungen kaputt gemacht. Die Menschen handeln egoistischer. Jeder Mensch ist ersetzbar. Man muss sich nicht mehr besonders anstrengen, um einen Menschen kennenzulernen oder um intim mit ihm zu werden. Warum sich bemühen, wenn es auch anders und viel viel leichter geht? Eine Partnerschaft in der sich beide Partner gleichermaßen um die Beziehung bemühen, ist selten. Menschen lassen ihr Leben von äußern Umständen viel schneller beeinflussen. Die eigene Meinung oder die eigenen Gefühle, haben keine Priorität mehr. Vielmehr ist es wichtig, nach außen hin die heile Welt zu vermitteln, sich in einem ,,guten“ Licht zu präsentieren und den Anforderungen der Gesellschaft gerecht zu werden. Das führt dazu, dass viele Gemeinschaften / Partnerschaften oder Freundschaften auf völlig falschen Standbeinen wachsen. Ein Großteil der Gesellschaft urteilt aufgrund von Oberflächlichkeiten.

Tja und was macht man jetzt wenn man selbst garnicht so tickt? Wenn man noch nach ,,alten“ Werten lebt und sich nicht der Maße anpassen will ? Hier wird die Luft auf jeden Fall sehr dünn. Gleichgesinnte zu finden – nicht so leicht. Ich spreche hier aus Erfahrung 😉

Ich finde es toll, wenn Menschen Position beziehen. Wenn sie hinter ihren Entscheidungen stehen und sich nicht von äußeren Gegebenheiten oder der Gesellschaft beeinflussen lassen. Respekt an alle Menschen, die für ihre Träume und Einstellungen einstehen, die noch eigene Werte haben und die noch um etwas kämpfen.

Somit finde ich es auch ganz klasse, wenn Menschen sich nicht immer nur für den leichteren Weg entscheiden, sich öffnen und auch mal ein Risiko eingehen.

Ja, man ist verletzbarer!

Ja, man bietet der Außenwelt mehr Angriffsfläche und ist nicht mehr everybody’s Darling.

Ja, man macht sicherlich auch mal Fehler.

Aber all das wird auch immer belohnt. Davon bin ich fest überzeugt! Wer kämpft und was riskiert, wird davon profitieren.

Ich habe schon viele Situationen erlebt, wo ich bis heute nicht verstehen kann, warum Menschen so gegen sich selbst gehandelt haben. Freundschaften sind kaputt gegangen – Beziehungen sind gescheitert, Menschen die sich lieben sind getrennte Wege gegangen ….. usw.

Mich hat das schon sehr oft traurig gemacht. Ich verstehe es nicht. Oftmals wäre nicht mal viel Aufwendung oder Energie notwendig gewesen um es mit einem ,,Happy End“ enden/anfangen lassen zu können.

Warum trauen sich so viele Menschen nicht mehr? Warum wissen so viele Menschen nicht mehr, wie schön es sich anfühlt, auf sein Herz zu hören? Warum wissen die Menschen nicht mehr was Gefühle überhaupt sind?

Soziale Kompetenz wird immer verlangt aber keiner hat sie mehr. Es gibt tausende Seminare oder Lehrgänge, die sich ,,angeblich“ mit sozialer Kompetenz beschäftigen und so wenige Menschen da draußen, wissen wie man sie anwendet und umsetzt. Menschen die wirklich soziale Kompetenz im Alltag beweisen, werden oft nicht ernst genommen oder als schwach angesehen. Soziale Kompetenz bedeutet nun mal auch, sich in sein Gegenüber hineinfühlen zu können. Das geht natürlich nicht, wenn man nur an sich und seinen Vorteil denkt.

Ob es in Beziehungen oder im Berufsleben ist.

So häufig erlebe ich eine fehlende soziale Kompetenz – ein fehlendes Miteinander.

Eigentlich kann man mit einer mangelhaften sozialen Kompetenz weder privat noch beruflich wirklich erfolgreich werden. Und auch wenn es belächelt wird – sich für andere Menschen interessieren und einsetzen, ist eine Stärke und etwas besonderes. Für mich hat diese Eigenschaft eine hohe Priorität und einen hohen Stellenwert.

Es bleibt zu hoffen, dass die Entwicklung der Gesellschaft, nicht noch mehr EMOTIONEN und Herzensmenschen auf der Strecke bleiben lässt.

♥️♥️♥️♥️♥️♥️♥️♥️♥️♥️♥️♥️♥️

Verbindlichkeit schließt frei sein nicht aus!

♥️♥️♥️♥️♥️♥️♥️♥️♥️♥️♥️♥️♥️

Huch, mich gibts ja auch noch ….

Lange hat man nichts mehr hier von mir gehört / gelesen.

,,Huch, mich gibts ja auch noch“

Diesen Gedanken hatte ich in den letzten Wochen tatsächlich auch im Bezug auf mich persönlich.

Kennt Ihr das?

Es passiert so viel auf einmal, Ereignisse überschlagen sich, Enttäuschungen, Trennungen, Verletzungen, lebensverändernde Wendungen treten ein und ganz nebenbei, hat man auch noch seinen Alltag und seinen Job zu bewältigen.

So ging es mir seit meinem dreißigsten Geburtstag. Ja, ihr habt richtig gelesen…. ich bin jetzt ,,30„!!!

Das muss dann doch nochmal hervorgehoben werden finde ich😉 Bis dato war eigentlich noch alles ,,sehr geregelt und normal„.

Ich hatte nicht das Gefühl, dass irgendwas passieren könnte, was mich aus der Bahn wirft. Beruflich und privat schien alles geklärt und seinen Weg zu gehen. Ich wusste auch zu diesem Zeitpunkt zwar noch nicht, welchen konkreten Plan ich verfolge aber die Rahmenbedingung waren GEREGELT! Tja und da wären wir schon wieder bei meinem Lieblingsstichwort – Regel! Ach wie schön, dass ich am liebsten alles kontrollieren würde und ach wie schön, dass das im Leben eben oft nicht funktioniert. Ich muss ehrlich gestehen, es überrascht mich doch immer wieder, wie das Leben einfach mal macht was es will – und das auch noch ohne dass man mich fragt 😉. So war es dieses Mal auch. Auf einen Schlag hat sich alles verändert! Da stand ich wieder – GANZ ALLEIN. Puff…. keine Chance auch nur irgendwas zu retten. Man wird vor vollendete Tatsachen gestellt und muss zusehen wie man alles Geschehene verarbeitet. Ich habe dieses Wort – ALLEIN ganz bewusst hervorgehoben. Allein zu sein ist nämlich nicht immer das schlechteste und auch nicht immer etwas, was einen traurig machen sollte. Im Gegenteil! Mittlerweile finde ich es sogar sehr bereichernd auch mal allein zu sein. Mal frei von äußeren Einflüssen leben zu können, sich mal intensiv mit sich selbst beschäftigen zu können und sich wirklich mal kennenzulernen. Ich bin natürlich auch weiterhin und immer noch ein Beziehungsmensch und es gibt auch immer mal wieder Tage, an denen ich es mir sehr wünsche, eine starke Schulter zum anlehnen zu haben aber ich muss auch ehrlich zugeben, ich hab auch Gefallen am ,,allein sein“ gefunden. Am Anfang habe ich das was passiert ist natürlich erst einmal nicht verstanden und es verteufelt. Und hey, das ist ja auch ganz menschlich – immerhin hat es weh getan ich war verletzt. Jetzt, nach ein paar Monaten, sehe ich vielleicht einen tieferen Sinn und einen Mehrwert für mich dadurch. Wie ihr wisst, glaube ich an ,,göttliche Fügungen“ / an eine ,,höhere Gewalt“ – so auch jetzt!

Ich war bereits vorher schon sehr unruhig und hab irgendwie gespürt, das etwas nicht stimmt. Da wusste ich nur noch nicht, was genau das Problem war. Auch heute weiß ich noch nicht, welcher größere Plan hinter allem steckt aber ich weiß, dass alle vergangenen Erfahrungen auf jeden Fall ein wichtiger Teil davon sein müssen. Ich habe immer noch offene Fragen, die mich an manchen Nächten um den Schlaf bringen und vielleicht werde ich die Antworten darauf auch nie bekommen.

Wieder einmal kann ich das Verhalten mancher Menschen nicht nachvollziehen. Ich verstehe nicht, in welcher Gesellschaft wir mittlerweile anscheinend leben, wie egoistisch und selbstgerecht die Menschen handeln, wie emotionslos viele Personen anscheinend sind und vor allem, wieviele Menschen in einer absoluten Scheinwelt leben.

Diese vielen tollen Leben / Beziehungen da draußen, die keine sind. Alles nur Schein / alles nur ein großes Puppentheater🙏🏻 Ich möchte diese Leben der Menschen garnicht verurteilen und sie werden schon ihre Gründe dafür haben aber ich finde es trotzdem traurig. Ich finde es traurig, dass anscheinend keiner mehr bereit ist, für etwas zu kämpfen, den richtigen Weg zu gehen – auch wenn das vielleicht den schwereren Weg mit sich bringt. Ehrlich zu sich selbst zu sein und auf sein Herz zu hören. Das Leben ist nicht immer einfach, es kostet manchmal ganz schön viel Kraft und Entscheidungen können auch mal falsch sein – aber dafür leben wir doch! Wenn man immer den Weg des geringsten Widerstandes geht, verpasst man mit Sicherheit vor allem – SEIN eigenes Leben. Der Weg des geringsten Widerstandes, kann niemals der Eigene sein. Das Leben präsentiert uns nicht alles auf dem Silbertablett. Wenn wir wirklich unserem Herzen folgen, dann wird es zwangsläufig Situationen geben, die uns viel abverlangen und die Entscheidungen von uns erwarten, die uns schwer fallen. Nicht anders habe ich es bisher kennengelernt.

Ich würde mich niemals gegen mein Herz entscheiden bzw. mich selbst belügen. Ich möchte mir ehrlich im Spiegel gegenüber treten und ich kann hinter all meinen Entscheidungen und auch Fehlern zu 100% stehen, weil ich bei allem auf mein Gefühl gehört habe. Zugegeben, es ist nicht immer der klügste Weg auf sein Herz zu hören – aber für mich ist es immer der ehrlichste und am Ende, glaube ich auch der einzig Wahre!

Ich möchte mir niemals vorwerfen :

,,Ich hab es nicht versucht

oder

,,Ich hab nicht mit allen Mitteln – um das was ich liebe gekämpft

Natürlich liegt es nicht immer allein in meiner Macht – alles zu erreichen aber ich glaube, dass allein der Wille und das Bewusstsein auf sein Herz zu hören, mich zu meinem persönlichen Ziel bringen werden.

Ich würde mir wünschen, dass auch andere Menschen da draußen noch den Mut dazu haben. Dass viele wundervolle Dinge noch aus Liebe passieren und dass nicht alle Menschen, sich von anderen Personen/ Meinungen oder äußeren Umständen leiten lassen! Dass es noch viele Menschen gibt, die den vielleicht schwereren Weg wählen und auf ihr Herz hören. ♥️♥️♥️♥️♥️♥️

Mir fällt es auch oft schwer diesen Weg zu gehen und ich werde sicherlich dadurch auch oft enttäuscht aber genauso erlebe ich deswegen wunderschöne & unbeschreibliche Momente.

Diese kleinen tollen Augenblicke kann man nur miterleben, wenn man sich darauf einlässt. Wenn man sich öffnet. Wenn man bereit dazu ist, verletzlich zu sein. Wenn man das Risiko eingeht, einen Fehler zu machen. Wenn man ehrlich zu sich selbst ist!!!

Wir leben nur einmal und warum dann ein Leben führen, welches einen nicht zu 100% glücklich macht?

Warum nicht mal kämpfen für das was man wirklich will und liebt?

Warum nicht mal hinter sich und seinen Träumen stehen?

In diesem Sinne, fühlt Euch gedrückt und lebt EUER Leben.

Eure Jule

Planlos = unglücklich ?

Ich hatte eigentlich immer einen Plan in meinem Leben. Ich hatte immer einen großen Lebenswunsch. Auch wenn ich mal keine kleineren Ziele hatte, auf die ich hingearbeitet habe – der große Masterplan stand immer! – bis heute! Ja, aktuell habe ich das Gefühl, dass es keinen gefestigten Plan in meinem Leben gibt und das macht mir schon ein wenig zu schaffen. Ich bin ein kleiner Kontrollfreak und weiss die Dinge gerne auf sicheren Wegen. Doch was jetzt? Sicherlich kennt das jede junge Frau. Man wünscht sich den klassischen Werdegang:

  • heiraten 
  • ein Häuschen bauen
  • Kinder kriegen So in etwa waren auch immer meine Ziele. Ich hätte mir niemals vorstellen können, mit fast 30 Jahren (ja, in ein paar Wochen wird es soweit sein), noch keinen dieser Schritte in naher Zukunft sehen zu können & auch zu wollen. Ich bin eine hoffnungslose Romantikerin und eigentlich sollten diese Lebensschritte für mich dazugehören wie das Amen in der Kirche – absolut richtig. Im Augenblick gibt es diese großen bedeutsamen Wünsche aber nicht mehr für mich. Mein ganzes Leben hat sich irgendwie ein wenig auf den Kopf gestellt. Ich möchte fast sagen, ich bin etwas verwirrt und planlos. Man geht jeden Tag arbeiten, steckt seine gesamte Energie in seinen Job – geht darin auf und freut sich über Erfolge. Dann kommt man abends nach Hause, macht seinen Sport, trifft sich mit Freunden oder chillt zuhause auf der Couch gemeinsam mit seinem Partner. Am nächsten Tag geht es dann wieder von vorne los. Diesen Rythmus habe ich jetzt auch schon sehr sehr lange. Ich habe oft das Gefühl, dass irgendwas fehlt oder nicht richtig läuft und dann denke ich wieder – ..soll das vielleicht so sein?“ ,,ist das Leben so?“. Seit Wochen denke ich darüber nach, ob mir wirklich was fehlt im Leben, ob der große Masterplan der immer hinter meinem Tun gesteckt hat, wirklich richtig war. Ich habe leider noch keine Antworten auf meine ganzen Fragen bekommen und das veranlasst mich auch dazu, ein bisschen darüber zu schreiben und es mit Euch zu teilen. Um mich herum bekommen alle Kinder, heiraten, bauen Häuser, kaufen Eigentumswohnungen oder planen andere große Projekte. Ja und ich? Ich lebe einfach nur in den Tag hinein. Für mich stehen Kinder, Hochzeit oder Eigentum aktuell nicht zur Debatte. Ich denke darüber nicht mal nach und kann es mir auch nicht vorstellen. Man wird als junge Frau mit fast dreißig so oft auf diese Themen angesprochen und da ich kein Freund von fadenscheinigen Ausreden bin, sage ich auch immer ganz klar meine Meinung dazu. Wie man da angesehen wird, wenn man sagt – ,,nein, es sind keine Kinder in Planung“ oder ,,nein, ich kann mir das alles im Moment nicht vorstellen“. Die meisten Menschen akzeptieren diese Aussage lustiger Weise auch garnicht. Man bekommt dann Kommentare zu hören wie z.B. ,,ach, das sagst du jetzt – das wird schon“ ,,du wirst auch noch Kinder bekommen“.
  • muss ich Kinder bekommen? 
  • muss ich ein Haus bauen oder kaufen?Ist es das, was indirekt von mir erwartet wird um in die Gesellschaft zu passen? Ja, ich dachte das auch immer. Ich bin mit diesem Wunsch auch immer durchs Leben gegangen und ich habe es mir auch eine ganz lange Zeit selbst gewünscht aber da hatte ich auch noch nicht die Lebenserfahrung wie jetzt mit dreißig.

Ich finde es schön, wenn Paare Kinder bekommen, weil sie sich lieben und es für den richtigen Zeitpunkt empfinden. Das ist glaube ich, das größte Glück, das man haben kann aber für mich bedeutet ein Kind zu bekommen, auch eine lebenslange Verantwortung zu tragen. Gerade heutzutage halte ich es für noch wichtiger, sich solch einen Schritt wirklich dreimal zu überlegen. Ein Kind sollte in einem Umfeld aufwachsen, wo es viel Liebe erfahren kann, wo es alles hat was es braucht und eine gute Basis gegeben ist. Finanzielle Sicherheit ist hier ebenfalls ein großer Faktor. Ich würde meinem Kind alles ermöglichen wollen – auch finanziell. Aber gut, zu diesem Thema könnte ich jetzt nochmal einen ganz eigenen Blogbeitrag schreiben.

Wie ihr merkt, sind das ganz schön existenzielle Fragen die ich mir hier stelle aber das ist es, was mich im Augenblick bewegt. Ich weiss nicht wo meine Reise hingeht oder ob sich meine Meinung zu all diesen Dingen nochmal verändert aber ich suche aktuell nach einem kleinen Zwischenziel bzw. der inneren Ruhe – mal kein Ziel zu haben. Vielleicht soll mir das auch einfach mal beibringen, loslassen zu lernen. Mal nicht über alles nachdenken zu wollen oder alles kontrollieren zu müssen. Das ist tatsächlich eines meiner großen Mankos. Einfach mal in den Tag, in die Woche oder in den Monat hinein leben oder auch mal nicht schon 6 Jahre im Voraus zu planen  – das wäre schön. Daran möchte ich gerne arbeiten. Ich glaube man verpasst sein ganzes Leben, wenn man strickt nach einem bestimmten Plan lebt und wenn man nicht einfach mal die Zügel loslässt. Naja und wie wir alle wissen, das Leben lässt sich sowieso nicht planen. Da mir genau das so schwer fällt, werde ich das als meine kleine Aufgabe für das Jahr 2018 sehen. Meine ganz persönliche Challenge.

Zufrieden damit sein, wie es gerade in meinem Leben ist. Alles auf mich zukommen lassen und mal nicht drüber nachdenken, was alles passieren kann. Das Leben genießen und mir Zeit für die Dinge nehmen, die mich glücklich machen. Vielleicht auch einfach mal Geld dafür in die Hand nehmen und Spaß haben. Mir Urlaube oder kleine Ausflüge gönnen. Mir selbst mal was Gutes tun. Warum soll ich darauf warten, dass es irgendjemand anderes für mich macht? Warum erwarte ich solche Dinge von einem Partner oder einer Freundin? Ganz ehrlich, wir leben im 21ten Jahrhundert   – da kann die Frau das auch mal selbst machen oder? 🙂 Ich gehe sogar weiter, ich denke es ist wichtig, dass die Frau das auch mal alleine machen muss! Es ist wichtig zu wissen, dass man für sein Glück nur selbst verantwortlich ist und dass man sich auch ganz allein glücklich machen kann. Also Ladies, wartet nicht darauf, dass Euch jemand am Arm packt und Euch zufrieden macht. Nehmt Euch selbst an der Hand und tut alles dafür! 

In diesem Sinne.

Fühlt Euch gedrückt.

Eure Jule

To much Info-Motion

Hey Ihr Zuckerpuppen,

gestern war ein Tag – man oh man – 🤔 mir war nach langer langer Zeit mal wieder alles zu viel. Der Kopf war voll, Emotionen hatten sich aufgestaut und der Akku war leer. Perfekter Anlass für den nächsten Blogbeitrag.

Ich helfe gerne, ich höre gerne zu und ich bin anderen lieben Menschen unglaublich gerne eine Stütze aber ich vergesse immer, dass es MICH ja auch noch gibt. Kennt ihr das? Ihr seid immer da, kümmert Euch um alles und jeden… wollt helfen?

Ja, ich mach das schon immer ganz automatisch. Selbst wenn mich jemand garnicht um Rat fragt oder meine Hilfe einfordert – ich habe das Gefühl ,,da muss ich jetzt was tun“. Habe mich schon mal gefragt, ob dass nicht vielleicht schon langsam eine Sucht bei mir ist 😂.

Naja es ist ja doch etwas schönes für andere Menschen da zu sein.

Aber ich bin nun mal auch nicht so hart und stark wie ich manchmal tue😇 ! Ich habe lange an mir gearbeitet, dass ich nicht mehr soviel weine oder meine Emotionen ohne Filterung rauslasse. Früher habe ich das getan. Ich habe geheult wann / wo und wie ich wollte. Ich habe mein Herz überall ausgeschüttet wo es mir gerade in den Sinn kam. Das ist nicht ganz leicht, diese Eigenschaft unter Kontrolle zu kriegen und sich dahingehend zu verändern.

Da ich es mittlerweile eigentlich ganz gut kann, hat es mich gestern schon ein wenig überrascht.

Weinen war für mich auch immer ein Ventil. Da bei mir kaum noch die Tränchen kullern, habe ich dieses Ventil natürlich auch nicht mehr.

Gestern war es fast mal wieder so weit 😊! Aber auch das ist nicht schlimm, ich stehe zu mir und ich stehe auch dann zu mir, wenn es mir mal nicht so gut geht und wenn ich mal nicht stark sein kann. Man kann auch nicht alles immer easy wegstecken. Man hat tagtäglich doch so viel um die Ohren – so viele Eindrücke um einen herum, da ist es doch normal, wenn das auch mal aufs eigene Gemüt schlägt.

Ich bin dann immer froh, wenn ich nach Hause komme und erstmal wirklich Ruhe habe. Wenn ich mal nichts hören und sehen muss.

Heute geht es mir schon wesentlich besser, ich habe ordentlich geschlafen, Sport gemacht, was leckeres gegessen und genieße meinen freien Tag.

Das ist soooooooo unfassbar wichtig. Ich kann Euch das nur allen so sehr ans Herz legen. Nehmt Euch auch mal eine Auszeit nur für Euch selbst!!! Unternehmt irgendwas, dass Euch Freude macht, wo ihr abschalten könnt und wieder zu Euch findet. Egal was es ist! Selbst wenn es nur für ein paar Stunden bei einer schönen Wellnessbehandlung oder bei der Massage ist. Ganz egal – aber das hilft schon.

Lasst euch nicht nur von äußeren Umständen treiben und beeinflussen sondern hört auch immer mal wieder auf Eure innere Stimme und dass was Euer Körper Euch sagt.

Fühlt Euch feste gedrückt

Eure Jule

JA ! Ein schönes Leben mit Epilepsie

Heute möchte ich ein bisschen auf das Thema – EPILEPSIE eingehen.

Vor ca. 6 Jahren hatte ich meinen ersten Grand-Mal-Anfall. Dieser versetzt den Körper in einen zwanzig-minütigen Krampf. Keine schöne Situation auch wenn man selbst während des Krampfes nichts davon mitbekommt. Die Außenstehenden müssen da mehr aushalten können. Man schäumt vor dem Mund, man verdreht die Augen und gibt komische Laute von sich. Ich hatte bislang bestimmt 8 große / lange Anfälle und zwischendurch immer mal wieder kleinere. Mittlerweile bin ich richtig eingestellt und vertrage die Medikamente auch – trotzdem …. die Einnahme der Tabletten und die Krankheit an sich belasten immer noch meinen Körper und Gesundheit. Man nimmt ja keine ,,harmlosen“ Lutschbonbons sondern eben wirklich starke Medikamente – das darf man nicht vergessen.

Weil ich es schade finde, dass diese Krankheitsform viel zu wenig beleuchtet wird und viel zu wenig Erfahrung untereinander ausgetauscht wird, wollte ich gerne in meinem Blog etwas darüber schreiben. Keine Angst, das soll jetzt kein ärztlicher Artikel werden – im Gegenteil! Ich möchte gerne meine Erfahrungen berichten und meinen Umgang mit dieser Erkrankung.

Warum genau ich Epilepsie habe, kann man nicht genau sagen. Es kann durchaus vererbt worden sein – bin mir aber mittlerweile ziemlich sicher, dass der Auslöser ein ganz anderer war. Ich hatte damals eine schwere Zeit. Ich war sehr sehr unzufrieden mit mir und hatte einiges in mich hinein gefressen. Ich denke der Körper hat ein Ventil gesucht und sich dann auf meine Schwachstellen fixiert. In diesem Fall war es dann wohl mein Köpfchen. Ich weiss noch, dass damals eine Welt für mich zusammengebrochen ist, als man mir sagte:

,,Sie können keine Auto mehr fahren (außer sie sind 6 Monate anfallsfrei)“

,,Sie können in ihrem Job als Hotelfachfrau nicht mehr arbeiten, aufgrund der Schichtarbeit“

,,Sie müssen ein Leben lang Tabletten nehmen“

Ja, der Arzt hat gut reden aber wie geht es jetzt für mich weiter?

Jetzt muss ich dazu sagen, bin ich im Nachhinein sogar sehr dankbar für diese Situation damals. Wäre die Epilepsie nicht gewesen, hätte sich meine berufliche Laufbahn ganz anders entwickelt und das wäre sehr sehr schade gewesen. Aber gut, das weiss man natürlich vorher alles noch nicht.

Epilepsie gibt es in verschiedenen Formen und Stärken. Ich habe ,,Glück“ und die Krankheit schränkt mich nicht komplett ein. Die Dosis der Tabletten ist noch relativ gering und ich komme gut damit klar.

Trotzdem merke ich es körperlich bzw. habe es lange Zeit noch viel extremer gemerkt.

Man fühlt sich schlapp, abgeschlagen, müde und antriebslos. Ich hatte oft das Gefühl eine traurige und fast depressive Grundstimmung zu haben. Durch die Antriebslosigkeit, hat man natürlich auch nichts für sich und seinen Körper getan – man hat sich hängen lassen. Das ist nach meiner Überzeugung nach übrigens fatal!

Der Körper braucht Energie und Power. Es ist wichtig, dass man immer an sich denkt und auf sich achtet. Das habe ich ganz ganz lange Zeit nicht getan.

Natürlich ist das erstmal alles leichter gesagt als getan aber ich möchte den Menschen, die davon betroffen sind, sehr gerne Mut machen! Ihr seid sicherlich angeschlagen und wisst gerade am Anfang vielleicht nicht, wie es weitergehen soll aber es geht weiter. Gebt Euch auch die Zeit, Euch mit diesem Thema zu beschäftigen. Lest viel darüber aber lasst Euch auch keine Panik durch Google und Co. machen. Die Krankheit wird Euer Leben nicht zerstören und Ihr werdet trotzdem ein schönes Leben leben können. Ich hatte damals auch große Angst. Ich wusste ja nicht mal mehr, ob ich eine eigene Familie gründen kann. DOCH! Auch eine Schwangerschaft kann ohne Probleme ablaufen. Die Dosierung wird demnach angepasst und man kann auf natürlichem Wege ein Kind bekommen. Ich bin zwar noch nicht schwanger – nein, nein aber das ist mir natürlich wichtig, da ich irgendwann selbst Kinder haben möchte.

Ich weiss wie schwer es fällt, sich nach einer gewissen Zeit wieder aufzuraffen und nach vorne zu schauen. Für mich war es damals ganz besonders schwierig, weil man einem Menschen die Epilepsie nicht ansehen kann. Die Leute denken –

,,wieso? was hast du denn?“

,,man sieht doch garnichts“

,, du wirkst aber eigentlich ganz gesund“.

Viele Menschen können die Krankheit nicht greifen und haben auch nicht wirklich eine Idee davon, was es für die Betroffenen bedeutet. Auch kleine ,,unpassende“ Kommentare kann man sich anhören wie z.B.

,,du hast doch garnichts – das bildest du dir doch ein“

,,das liegt bestimmt an deiner sensiblen Art oder an deiner Psyche“

Ich verstehe diese Ausagen sogar ein bisschen. Natürlich wirkt sich das eigene Wohlbefinden auf diese Krankheit aus aber es ist nicht der Grund dafür.

Mir ist einfach aufgefallen, dass der Umgang mit Epilepsie in der Gesellschaft, oft schwer fällt. Ich finde es schade, dass Menschen sich auch oft nicht trauen, offen darüber zu sprechen. JA ICH HABE EPILEPSIE! Es ist ja keine ansteckende oder tödliche Krankheit aber oftmals hat man Angst, dann anders behandelt zu werden. Gerade im Hinblick auf die Belastbarkeit im Job ist es sicherlich ein Tabuthema.

Wenn Ihr Epilepsie habt und ihr vielleicht auch gerade erst die Diagnose erhalten habt, bitte gebt Euch nicht auf und denkt daran, dass es gut behandelt werden kann. Verfallt nicht in eine Panik vor dem nächsten Anfall. Vertraut auf die richtige Einstellung durch die Tabletten und gebt Eurem Körper ein gutes Gefühl.

Was mir auch im Bezug auf die Epilepsie sehr geholfen hat, ist der Sport und die Ernährung. Das ist natürlich nicht explizit wissenschaftlich belegt aber ich glaube, dass der Sport eine positive Auswirkung auf meinen Körper und meine Seele (demnach auch der Erkrankung) hat. Seitdem ich mich mehr mit dem Thema Gesundheit / Ernährung und Sport beschäftige und da jegliche Möglichkeiten und Verbesserungen für mich ausprobiere, geht es mir wesentlich besser.

Wenn ich sage SPORT, dann können das auch schon ganz kleine / leicht umsetzbare Übungen sein. Ich selbst nutze das täglich HIIT (HighIntensityIntervalTraining) mit ca. 20 Minuten. Das macht mich nicht nur fit sondern ich fühle mich danach viel viel entspannter und wohler in meiner Haut. Gerade wenn Ihr einen langen und anstrengenden Tag auf der Arbeit hattet. Ihr könnt aber auch Yoga oder leichtere Workouts in Euren Alltag integrieren. Das schöne hierbei ist, dass Ihr es auch machen könnt, wenn Ihr eigentlich wenig Zeit habt am Tag. Ich bin z.B. überhaupt kein Fitnessstudio-Freund. Klar, wenn man mal da war, war es immer lustig und hat Spaß gemacht aber zum großen Teil, war es mir immer lästig, abends noch irgendwohin fahren zu müssen.

Wenn Ihr also wenig Zeit habt, viel arbeiten müsst und ein bisschen Platz zuhause habt, dann nutzt diese Möglichkeit. Im Internet gibt es tolle Workout/Yoga-Videos die Ihr sehr gut nutzen und umsetzen könnt. Wenn Ihr hierzu ein paar tolle Tipps / Empfehlungen haben wollt, schreibt mich gerne an.

Desweiteren ist sicherlich auch die Ernährung ein großes und wichtiges Thema. Wie man im Internet oft liest, wird die ketogene Ernährung empfohlen. Ja, das mag auch stimmen aber das wäre auf Dauer nichts für mich. Ich wollte weiterhin das essen dürfen, was ich mag und was mir gut tut. Da auch hier wieder die Zeit eine große Rolle spielt und es mir wichtig war, nicht lange in der Küche stehen zu müssen, bin ich an die Nahrungsergänzung bzw. an Shakes gekommen. Diese Art der Mahlzeitenzubereitung erleichtert mir nicht nur den Tag sondern hat sich auch gesundheitlich positiv ausgewirkt. Ich fühle mich wieder viel viel fitter und vitaler und es schmeckt! (ganz wichtig). Als ich damals den Tipp mit der Nahrungsergänzung bekommen habe, dachte ich erst:

,,oh nein, was soll ich denn mit sowas?  – das brauche ich nicht!“

,,wofür soll das denn gut sein?“

,,viel zu teuer“

Diese Sätze höre ich auch von anderen immer noch so oft 🙂 LEIDER! 

Ihr tut Eurem Körper damit etwas gutes und es ist eine tolle Möglichkeit sich AUSGEWOGENER und GESÜNDER zu ernähren, ohne dass Ihr 5 kg Obst und 5 kg Gemüse am Tag essen müsst. Nur weil Ihr vielleicht ein bisschen Geld in die Hand nehmen müsst, um die Produkte zu kaufen – na und? Für die täglichen Lebensmittel, die man so in sich hineinstopft, zahlt man doch auch Geld. Ich kann es nur jedem empfehlen, der sich was gutes tun will und sein Leben verändern möchte – auch im Bezug auf die Krankheit.

Ich wünsche Euch nur das Beste und ich hoffe, dass Ihr gut mit der Epilepsie klar kommt. Je nachdem, wie oft Ihr die Anfälle habt oder wie stark sie ausgeprägt sind ….. GEBT EUCH BITTE NICHT AUF. Ihr seid viel zu wundervoll dafür 🙂.

Ich sehe die Krankheit nicht mehr als ,,Feind“ und das muss man auch nicht.

Wenn Ihr Fragen habt oder Eure Erfahrungen mit mir teilen wollt, dann freue ich mich auf Eure Rückmeldungen hierzu.

 

Fühlt Euch gedrückt.

Eure Jule