Anders – Besonders – sehr gut 💫

,,Ich gehöre nicht zu den COOLEN aus der Klasse“

,,Ich bin ja kein Matheass“

,, Ich hab doch nur einen Realschulabschluss“

,,Ich habe ja keine Modelmaße“

,,Ich hab ja kein Studium gemacht“ …..

………

und viele viele solcher Sätze und Denkweisen kenne ich sehr sehr gut.

Genau weil ich mich selbst mit solchen Glaubenssätzen immer und immer wieder bremse, teile ich es mit Euch.

Ich möchte Euch zeigen –

ALLE diese Gedanken sind völlig falsch. Ich habe selbst lange lange Zeit geglaubt, dass ich mit meinem Potential nichts erreichen kann. Dass meine Fähigkeiten nicht ausreichen um gesehen zu werden. Immer wieder habe ich mich mit anderen Menschen verglichen, mich herab gestuft und war komplett entmutigt. Auch heute fällt es mir teilweise schwer, meinen Wert wirklich zu benennen und ihn auch da draußen richtig zu präsentieren. Ich arbeite sehr hart an mir und ich arbeite vor allem sehr daran, meine eigene Anerkennung mir selbst gegenüber zu gewinnen.

WARUM machen wir uns kleiner als wir tatsächlich sind?

WAS hat die Gesellschaft mit UNSERER persönlichen Leistung und unserem individuellen Können zutun?

WER sagt oder gibt vor, wann ein Mensch erfolgreich ist oder etwas geschafft hat?

WELCHE Kriterien spielen eine Rolle für Erfolg? Brauche ich dafür ein Studium oder muss ich dafür aussehen wie ein Topmodel?

Ich glaube nicht !!!!

Ich halte all diese Denkweisen und Glaubenssätze für absoluten Schwachsinn.

Jeder Mensch hat seine Fähigkeiten und manche Talente lassen sich eben auch nicht mit Schulnoten ausdrücken. Das habe ich nun endlich auch mal verstanden. Hey, es hat lange gedauert, bis ich es so langsam kapiert habe! Immerhin bin ich schon 30 Jahre alt 😉 Ich bin kein Zahlen / Daten – Fakten Mensch. Ich war und bin nicht der klassische Streber, der immer eine 1 mit * nach Hause gebracht hat. Ich war die kleine lustige Brünette, die in ihrer Freizeit nichts lieber gemacht hat, als kreativ zu sein – zu zeichnen, zu schreiben ….

Leider hat es mir in der Schule ,,erstmal“ nicht besonders geholfen aber das sind Fähigkeiten, die im späteren Berufsleben wirklich essentiell sein können.

Einfühlsamkeit und Soziale Kompetenz.

Organisationstalent und Kreativität.

Ich kenne jetzt nicht wirklich Schulfächer, die diese Kompetenzen dokumentieren oder benoten.

Vielleicht wird sich auch unser Schulsystem dahingehend auch noch einmal revolutionieren. Es wäre schön, wenn auch die ,,Softskills“ gesehen werden und mit in die schulische Bewertung einfließen.

Viele Menschen da draußen, definieren sich über Noten / über Aussehen oder deren Status! Das ist ja alles schön und gut aber es sagt nichts über den Wert eines Menschen aus. Heutzutage wird man aufgrund der Gesellschaft und der Medien förmlich dazu getrieben, zu glauben, dass man nur etwas erreichen kann, wenn man optisch ein Hingucker ist oder in der Schule die Beste war (nur um ein paar Beispiele zu nennen). Auch ich habe mich von äußeren Einflüssen verleiten lassen, oftmals nicht an mich zu glauben. LEIDER!!! Man braucht da draußen schon ein dickes Fell und ein großes Selbstbewusstsein, um nicht mit dem Strom schwimmen zu müssen und um zu sich selbst zu stehen. Dieses dicke Fell musste auch ich mir schmerzvoll erarbeiten und bin heute noch dabei … Ich hatte immer das Gefühl, nicht genug zu sein. Ich hatte immer das Gefühl, es ALLEIN nicht zu etwas zu bringen. Durch den Sprung in viele kalte Gewässer, hätte ich schon lange kapieren müssen, dass ich bis jetzt alles ganz ALLEIN geschafft habe und doch fällt es immer noch schwer.

Man wird einfach immer wieder abgelenkt, von dem was da draußen in der Welt passiert und vorgegeben wird. Man orientiert sich ganz automatisch an dem, was die Maße vorlebt oder was man mal irgendwo aufgeschnappt hat.

Auch der Gedanke einen Partner haben zu müssen ist mir mittlerweile völlig suspekt! Ich dachte auch immer, dass ich mich mal irgendwann zu 100% auf meinen Mann verlasse und dann Haus und Kinder hüte …. ,,Ja ja, so klassisch wurde ich eben erzogen und finde es auch schön

Dieser Gedanke, es nicht allein bzw. auch selbst schaffen zu können, ist meiner Meinung nach jedoch sehr falsch. Im Gegenteil! Ich finde jede Frau, sollte ihren Weg auch mal allein gegangen sein. Selbstständig gelebt haben, Erfahrungen im Arbeitsleben gesammelt haben und unabhängig gewesen sein. Ich finde, nur dadurch, kann man doch erst wissen, was man will und welcher Weg, der Richtige für einen selbst ist.

Mit der Zeit ist mir klar geworden, dass mein Gedanke, unbedingt einen Partner haben zu wollen, nur aufgrund meiner eigenen Unsicherheit entstanden ist. Natürlich ist es schön, die Liebe seines Lebens zu treffen – ,,und ja, ich warte da auch noch drauf ☺️😉“ aber es kann doch nicht der Grund sein, damit man sich SICHER fühlt.

Ich kann mir doch auch selbst eine SICHERHEIT geben oder ?

JA !!! kann ich!!! ♥️

Schaut auf Euer Leben zurück.

Seht, was Ihr alles schon ganz allein erreicht habt und schätzt Euch Wert für die Dinge, die Ihr gut könnt und die Euch auszeichnen.

Nur weil die Mehrheit da draußen alle gleich aussehen – muss das nicht das Ideal sein.

Nur weil die Mehrheit da draußen nach gewissen Kriterien beurteilt – muss das nicht der Maßstab sein.

Nur weil ihr schlechte Erfahrungen gemacht habt – sagt es nicht aus dass es an Euch gelegen hat oder dass Ihr irgendetwas falsch macht.

Nur weil man Eure Fähigkeiten nicht dokumentieren oder anhand von Noten oder Abschlüssen protokollieren kann – heißt es nicht, dass Eure Fähigkeiten nicht wertvoll wären.

GANZ IM GEGENTEIL !!!

Man kann so stolz darauf sein, was man geschaffen hat und man kann ganz besonders stolz auf sich sein, wenn man aus der Maße heraussticht!

Wenn man etwas kann, was die Mehrheit nicht kann oder besser gesagt, nicht können will oder dessen Wert nicht sieht.

Es ist wichtig, für SICH SELBST zu kämpfen. Ich bin überzeugt davon, dass ich mir durch das stetige kämpfen für mich und meine Fähigkeiten, die SICHERHEIT selbst geben kann. Das wünsche ich mir für alle Menschen da draußen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben und vor allem, sollten gerade diese Menschen ganz fest an sich glauben.

Was will ich?

Die Weihnachtszeit regt ja auch immer ein bisschen zum nachdenken an. Geht Euch das auch so? Man begreift erst so richtig, wie das Jahr gelaufen ist, was man erlebt hat und welche Erfahrungen man gesammelt hat. Man sieht manche Situationen vielleicht auch plötzlich mit ganz anderen Augen.

Vielleicht sind es berufliche Veränderungen, die Euch beschäftigt haben. Vielleicht sind es neue Abenteuer, die Ihr in diesem Jahr begonnen habt. Vielleicht habt Ihr neue wertvolle Bekanntschaften gemacht oder Eure große Liebe kennengelernt.

Das muss man ja auch irgendwann alles mal verarbeiten.

Mir geht es oft so, dass ich viele Geschehnisse übersehe, weil man doch im hektischen Alltag oft gar keine Zeit hat, alles richtig wahrzunehmen. In solchen ruhigen Momenten vor den Festtagen, komme ich oft ganz automatisch ins grübeln. Früher hab ich das immer gehasst. Ich wollte lieber auch mal abschalten und mich einfach fallen lassen, hab dagegen abgekämpft und mir immer Möglichkeiten gesucht, mich abzulenken. Heute bin ich froh darüber und lasse meinen Gedanken auch mal freien Lauf. Ich erlaube es mir, mich mal mit mir selbst zu beschäftigen – ,,darf man ja auch mal oder?“

Wie oft denken wir wirklich mal an uns selbst? Ich kann da nur für mich sprechen— ,,viel zu selten“! Das vorweihnachtliche ,,grübeln“, hilft mir auch, mit manchen Dingen wirklich abzuschließen. Einfach mal ein Resume ziehen – ,,was war gut in diesem Jahr / welche Menschen tun mir gut / was lief vielleicht nicht so erfolgreich und warum?“

Das macht man doch sonst im Alltag kaum aber für mich persönlich ist es ganz ganz wichtig.

Ich bin gerne für andere Menschen und deren Sorgen da, höre gerne zu und versuche zu helfen wo ich kann aber ich bin ja auch noch da. Vielleicht kennt Ihr das ja auch … Man rennt und rennt – ist ständig unter Strom, versucht alle seinen Verpflichtungen nach zu kommen und hängt sich in alles mit 100%iger Energie rein. Dass das unfassbar viel Kraft kostet, merkt man dann meistens überhaupt nicht. Ich habe beruflich immer mit vielen verschiedenen Menschen zu tun und alle sind auf Ihre Weise natürlich auch speziell. Jeder hat andere Sorgen, andere Bedürfnisse oder andere Themen, mit denen man sich beschäftigt. Auf jeden einzelnen Menschen geht man individuell ein und versucht ein offenes Ohr zu haben, auf den Menschen einzugehen und ein guter Zuhörer zu sein. Das ist nicht nur mein Job sondern sicherlich auch irgendwo meine Berufung. Ich liebe es mich zu kümmern, für andere da zu sein und zu GEBEN!

Doch Achtung! – nur weil man etwas gerne und aus vollster Leidenschaft macht, heißt das nicht, dass es selbstverständlich und einfach ist. Das schüttelt man sich auch alles nicht aus dem Ärmel. Das kostet Kraft. Unterschätzt das bitte nicht.

Ich habe zum Beispiel auch echte Schwierigkeiten damit, etwas anzunehmen, mal etwas auszugeben oder mir Hilfe zu holen. Das muss man aber nun mal auch. Man kann nicht alles allein machen und meistern. So schön es ist zu geben, so wichtig ist es auch sich mal was nehmen zu dürfen.

Ich muss da immer noch an mir arbeiten und es fällt mir immer noch schwer aber ich weiß dass es lebensnotwendig für mich ist. Auch der Punkt, sich mal Hilfe zu holen – sei es auf emotionaler, beruflicher oder körperlicher Ebene – ist keine Schande – das ist sogar gut so. Einfach mal jemanden an sich heranlassen, der einem zuhört, für einen da ist oder auch ein paar Tipps auf Lager hat. Alleine eine andere Sichtweise auf die Dinge, kann schon helfen um weiter zu kommen. Mein Standardspruch war immer – ,,ich schaff das schon selbst“.

Vielleicht schafft man es aber auch noch besser, wenn man auch mal andere Meinung mit einholt und mal ein wenig von seiner Spur abkommt. Sich Hilfe zu holen zeugt nicht von Schwäche sondern von Stärke.

Ich bin immer super dankbar, wenn mir jemand mal die Augen öffnet oder mir neue Wege aufzeigt. Manchmal ist man so festgefahren, dass man Kleinigkeiten oder Lösungen nicht direkt sieht.

Ich bin auf dem Weg zur Veränderung und freue mich auch darauf.

Hey und es braucht doch auch Zeit, um sich wirklich darüber im Klaren zu werden, was man will. Das erste Ziel muss es sein, genau das heraus zu finden. WAS WILL ICH DENN ÜBERHAUPT VON GANZEM ❤️

Wo soll meine Reise hingehen?as ist meine Leidenschaft?

Wofür stehe ich?

Was bewegt mich?

Wo liegen meine Stärken?

Was würde ich gerne mein lebenslang machen?

Ich hätte z.B. damals nie gedacht, dass sich mein Fokus komplett auf das berufliche legt. Für mich war immer klar – heiraten, Kinder kriegen, zuhause bleiben! Das kann ich mir mittlerweile nicht mehr so vorstellen. Natürlich wünsche ich mir irgendwann eine eigene Familie aber ich möchte auch beruflich was erreichen. Ich weiß mittlerweile endlich was mir Freude macht – wo meine Stärken liegen und welche Potentiale ich fördern möchte.

Ich möchte wissen, was die Welt noch für mich bereithält. Was da noch kommen kann. Ich bin neugierig.

Oftmals wird man in eine Schublade oder in einen Lebensweg gedrückt, den man selbst garnicht ausgesucht hat.

Das ist doch normal<<<<<<<<
n doch alle so

Das ist doch viel besser für dich

Hinterfragt Euch da ruhig mal.

Ist so wie Ihr im Augenblick lebt, die Ziele die Ihr habt, genau das, was Euch glücklich macht ?

Die Reise zu sich selbst, kann so spannend sein. Man lernt soviel über sich selbst, man entdeckt Seiten und Facetten an sich ganz neu. Traut Euch mal und schaut mal nach rechts oder links.

Das ist doch das schöne in dieser Welt, man kann selbst bestimmen, wohin die Reise gehen soll. Ihr könnt das ganz alleine schaffen und wenn Ihr etwas wirklich wollt dann wird Euch alles dorthin bringen.

Ich glaube fest an die innere Stärke. Ich glaube daran, dass durch das -handeln- Dinge bewegt werden. Dass man an seine Ziele kommt, wenn man es wirklich will und nickt aufgibt.

WAS WILLST DU?

Eure Jule

Kleine Frau – große Träume

Kennt ihr das auch?

Ihr verspürt irgendwann im Leben, den Drang danach Euch selbst zu verwirklichen. Euch neuen Herausforderungen zu stellen und selbst was auf die Beine zu stellen.

Das empfinde ich im Augenblick so stark und denke jeden Tag darüber nach, wie ich das jetzt am besten anstelle. Mir gehen so viele Gedanken durch den Kopf. Ich suche nach Wegen und Möglichkeiten.

Früher habe ich mir nichts zugetraut und alle meine Fähigkeiten runtergespielt. Jetzt denke ich, dass da noch MEHR ist. Dass das Leben noch viele viele schöne Abenteuer für mich bereithält. Dass ich mehr erreichen kann als ich mir noch zutraue.

Gerade als Frau finde ich es immer noch schwieriger, solche Wege zu gehen und sich zu trauen. Man denkt man braucht irgendeinen unglaublich hohen Abschluss, muss was ganz besonderes beherrschen, oder ganz ganz lange schon gearbeitet haben, bevor man was erreichen kann.

Ich bin auch ,,nur“ eine ganz normale Frau mit einer ganz normalen Ausbildung. Durchschnitt nennt man es 😃 Ich hatte nie eine große Ambitionen, zu studieren oder einen hohen Posten in meinem Beruf zu ergattern. Sicherlich hätte es mir damals nicht geschadet, wäre dieser Ehrgeiz damals schon da gewesen aber ich finde es schön, dass er JETZT da ist.

Natürlich weiß ich noch nicht wohin genau die Reise geht oder welche Wege ich gehen muss aber ich glaube die wichtigste Eigenschaft habe ich – Ehrgeiz und Leidenschaft. Ich weiß, dass wenn man etwas wirklich will und mit ganzem Herzen dabei ist, kann man ALLES schaffen. Ich will es wissen und ausprobieren.

Ich möchte mir beweisen, dass man kein kalter Fisch sein muss um Erfolg zu haben.

MIT HERZ ZUM ERFOLG ❤️

Als Frau aus ,,normalen“ Verhältnissen. Mit einem ,,normalen“ Abschluss. Ohne Studium und mit Natürlichkeit erfolgreich werden. Sich etwas EIGENES schaffen. Das wünsche ich mir😃😃😃

Motiviert Euch dazu, Eure Träume zu verwirklichen! Glaubt daran, dass das ,,unmögliche“ möglich werden kann. Wenn der Wille da ist, dann könnt Ihr alles schaffen. Da glaube ich ganz ganz fest dran.

Werden wir gemeinsam zu POWERLADYS 🎀💜🎀💜

Fühlt euch gedrückt

Eure Jule

JA ! Ein schönes Leben mit Epilepsie

Heute möchte ich ein bisschen auf das Thema – EPILEPSIE eingehen.

Vor ca. 6 Jahren hatte ich meinen ersten Grand-Mal-Anfall. Dieser versetzt den Körper in einen zwanzig-minütigen Krampf. Keine schöne Situation auch wenn man selbst während des Krampfes nichts davon mitbekommt. Die Außenstehenden müssen da mehr aushalten können. Man schäumt vor dem Mund, man verdreht die Augen und gibt komische Laute von sich. Ich hatte bislang bestimmt 8 große / lange Anfälle und zwischendurch immer mal wieder kleinere. Mittlerweile bin ich richtig eingestellt und vertrage die Medikamente auch – trotzdem …. die Einnahme der Tabletten und die Krankheit an sich belasten immer noch meinen Körper und Gesundheit. Man nimmt ja keine ,,harmlosen“ Lutschbonbons sondern eben wirklich starke Medikamente – das darf man nicht vergessen.

Weil ich es schade finde, dass diese Krankheitsform viel zu wenig beleuchtet wird und viel zu wenig Erfahrung untereinander ausgetauscht wird, wollte ich gerne in meinem Blog etwas darüber schreiben. Keine Angst, das soll jetzt kein ärztlicher Artikel werden – im Gegenteil! Ich möchte gerne meine Erfahrungen berichten und meinen Umgang mit dieser Erkrankung.

Warum genau ich Epilepsie habe, kann man nicht genau sagen. Es kann durchaus vererbt worden sein – bin mir aber mittlerweile ziemlich sicher, dass der Auslöser ein ganz anderer war. Ich hatte damals eine schwere Zeit. Ich war sehr sehr unzufrieden mit mir und hatte einiges in mich hinein gefressen. Ich denke der Körper hat ein Ventil gesucht und sich dann auf meine Schwachstellen fixiert. In diesem Fall war es dann wohl mein Köpfchen. Ich weiss noch, dass damals eine Welt für mich zusammengebrochen ist, als man mir sagte:

,,Sie können keine Auto mehr fahren (außer sie sind 6 Monate anfallsfrei)“

,,Sie können in ihrem Job als Hotelfachfrau nicht mehr arbeiten, aufgrund der Schichtarbeit“

,,Sie müssen ein Leben lang Tabletten nehmen“

Ja, der Arzt hat gut reden aber wie geht es jetzt für mich weiter?

Jetzt muss ich dazu sagen, bin ich im Nachhinein sogar sehr dankbar für diese Situation damals. Wäre die Epilepsie nicht gewesen, hätte sich meine berufliche Laufbahn ganz anders entwickelt und das wäre sehr sehr schade gewesen. Aber gut, das weiss man natürlich vorher alles noch nicht.

Epilepsie gibt es in verschiedenen Formen und Stärken. Ich habe ,,Glück“ und die Krankheit schränkt mich nicht komplett ein. Die Dosis der Tabletten ist noch relativ gering und ich komme gut damit klar.

Trotzdem merke ich es körperlich bzw. habe es lange Zeit noch viel extremer gemerkt.

Man fühlt sich schlapp, abgeschlagen, müde und antriebslos. Ich hatte oft das Gefühl eine traurige und fast depressive Grundstimmung zu haben. Durch die Antriebslosigkeit, hat man natürlich auch nichts für sich und seinen Körper getan – man hat sich hängen lassen. Das ist nach meiner Überzeugung nach übrigens fatal!

Der Körper braucht Energie und Power. Es ist wichtig, dass man immer an sich denkt und auf sich achtet. Das habe ich ganz ganz lange Zeit nicht getan.

Natürlich ist das erstmal alles leichter gesagt als getan aber ich möchte den Menschen, die davon betroffen sind, sehr gerne Mut machen! Ihr seid sicherlich angeschlagen und wisst gerade am Anfang vielleicht nicht, wie es weitergehen soll aber es geht weiter. Gebt Euch auch die Zeit, Euch mit diesem Thema zu beschäftigen. Lest viel darüber aber lasst Euch auch keine Panik durch Google und Co. machen. Die Krankheit wird Euer Leben nicht zerstören und Ihr werdet trotzdem ein schönes Leben leben können. Ich hatte damals auch große Angst. Ich wusste ja nicht mal mehr, ob ich eine eigene Familie gründen kann. DOCH! Auch eine Schwangerschaft kann ohne Probleme ablaufen. Die Dosierung wird demnach angepasst und man kann auf natürlichem Wege ein Kind bekommen. Ich bin zwar noch nicht schwanger – nein, nein aber das ist mir natürlich wichtig, da ich irgendwann selbst Kinder haben möchte.

Ich weiss wie schwer es fällt, sich nach einer gewissen Zeit wieder aufzuraffen und nach vorne zu schauen. Für mich war es damals ganz besonders schwierig, weil man einem Menschen die Epilepsie nicht ansehen kann. Die Leute denken –

,,wieso? was hast du denn?“

,,man sieht doch garnichts“

,, du wirkst aber eigentlich ganz gesund“.

Viele Menschen können die Krankheit nicht greifen und haben auch nicht wirklich eine Idee davon, was es für die Betroffenen bedeutet. Auch kleine ,,unpassende“ Kommentare kann man sich anhören wie z.B.

,,du hast doch garnichts – das bildest du dir doch ein“

,,das liegt bestimmt an deiner sensiblen Art oder an deiner Psyche“

Ich verstehe diese Ausagen sogar ein bisschen. Natürlich wirkt sich das eigene Wohlbefinden auf diese Krankheit aus aber es ist nicht der Grund dafür.

Mir ist einfach aufgefallen, dass der Umgang mit Epilepsie in der Gesellschaft, oft schwer fällt. Ich finde es schade, dass Menschen sich auch oft nicht trauen, offen darüber zu sprechen. JA ICH HABE EPILEPSIE! Es ist ja keine ansteckende oder tödliche Krankheit aber oftmals hat man Angst, dann anders behandelt zu werden. Gerade im Hinblick auf die Belastbarkeit im Job ist es sicherlich ein Tabuthema.

Wenn Ihr Epilepsie habt und ihr vielleicht auch gerade erst die Diagnose erhalten habt, bitte gebt Euch nicht auf und denkt daran, dass es gut behandelt werden kann. Verfallt nicht in eine Panik vor dem nächsten Anfall. Vertraut auf die richtige Einstellung durch die Tabletten und gebt Eurem Körper ein gutes Gefühl.

Was mir auch im Bezug auf die Epilepsie sehr geholfen hat, ist der Sport und die Ernährung. Das ist natürlich nicht explizit wissenschaftlich belegt aber ich glaube, dass der Sport eine positive Auswirkung auf meinen Körper und meine Seele (demnach auch der Erkrankung) hat. Seitdem ich mich mehr mit dem Thema Gesundheit / Ernährung und Sport beschäftige und da jegliche Möglichkeiten und Verbesserungen für mich ausprobiere, geht es mir wesentlich besser.

Wenn ich sage SPORT, dann können das auch schon ganz kleine / leicht umsetzbare Übungen sein. Ich selbst nutze das täglich HIIT (HighIntensityIntervalTraining) mit ca. 20 Minuten. Das macht mich nicht nur fit sondern ich fühle mich danach viel viel entspannter und wohler in meiner Haut. Gerade wenn Ihr einen langen und anstrengenden Tag auf der Arbeit hattet. Ihr könnt aber auch Yoga oder leichtere Workouts in Euren Alltag integrieren. Das schöne hierbei ist, dass Ihr es auch machen könnt, wenn Ihr eigentlich wenig Zeit habt am Tag. Ich bin z.B. überhaupt kein Fitnessstudio-Freund. Klar, wenn man mal da war, war es immer lustig und hat Spaß gemacht aber zum großen Teil, war es mir immer lästig, abends noch irgendwohin fahren zu müssen.

Wenn Ihr also wenig Zeit habt, viel arbeiten müsst und ein bisschen Platz zuhause habt, dann nutzt diese Möglichkeit. Im Internet gibt es tolle Workout/Yoga-Videos die Ihr sehr gut nutzen und umsetzen könnt. Wenn Ihr hierzu ein paar tolle Tipps / Empfehlungen haben wollt, schreibt mich gerne an.

Desweiteren ist sicherlich auch die Ernährung ein großes und wichtiges Thema. Wie man im Internet oft liest, wird die ketogene Ernährung empfohlen. Ja, das mag auch stimmen aber das wäre auf Dauer nichts für mich. Ich wollte weiterhin das essen dürfen, was ich mag und was mir gut tut. Da auch hier wieder die Zeit eine große Rolle spielt und es mir wichtig war, nicht lange in der Küche stehen zu müssen, bin ich an die Nahrungsergänzung bzw. an Shakes gekommen. Diese Art der Mahlzeitenzubereitung erleichtert mir nicht nur den Tag sondern hat sich auch gesundheitlich positiv ausgewirkt. Ich fühle mich wieder viel viel fitter und vitaler und es schmeckt! (ganz wichtig). Als ich damals den Tipp mit der Nahrungsergänzung bekommen habe, dachte ich erst:

,,oh nein, was soll ich denn mit sowas?  – das brauche ich nicht!“

,,wofür soll das denn gut sein?“

,,viel zu teuer“

Diese Sätze höre ich auch von anderen immer noch so oft 🙂 LEIDER! 

Ihr tut Eurem Körper damit etwas gutes und es ist eine tolle Möglichkeit sich AUSGEWOGENER und GESÜNDER zu ernähren, ohne dass Ihr 5 kg Obst und 5 kg Gemüse am Tag essen müsst. Nur weil Ihr vielleicht ein bisschen Geld in die Hand nehmen müsst, um die Produkte zu kaufen – na und? Für die täglichen Lebensmittel, die man so in sich hineinstopft, zahlt man doch auch Geld. Ich kann es nur jedem empfehlen, der sich was gutes tun will und sein Leben verändern möchte – auch im Bezug auf die Krankheit.

Ich wünsche Euch nur das Beste und ich hoffe, dass Ihr gut mit der Epilepsie klar kommt. Je nachdem, wie oft Ihr die Anfälle habt oder wie stark sie ausgeprägt sind ….. GEBT EUCH BITTE NICHT AUF. Ihr seid viel zu wundervoll dafür 🙂.

Ich sehe die Krankheit nicht mehr als ,,Feind“ und das muss man auch nicht.

Wenn Ihr Fragen habt oder Eure Erfahrungen mit mir teilen wollt, dann freue ich mich auf Eure Rückmeldungen hierzu.

 

Fühlt Euch gedrückt.

Eure Jule